Autoraser-Hysterie
| Von dailytalk @ 19:29 | [ Politik ] |
Obwohl die jährliche Anzahl der Verkehrstoten seit den 1950er Jahren trotz inzwischen stark angestiegenem Verkehrsaufkommen kontinuierlich sinkt, fordern breite Teile der Gesellschaft weiterhin Gesetzesverschärfungen und mehr Kontrollen.
Warum ist das so? Aus meiner Sicht ist dies das Resultat eines jahrelangen Autohasserlobbyismus. Man macht aus jeder Mücke einen Elefanten und tragische Einzelfälle werden von den Medien zur Regel erklärt. Wenn irgendwo ein Unfall passiert, dann wird das sofort an die grosse Glocke gehängt indem sämtliche Medien zig mal am Tag darüber berichten. Wenn man einzelnen Medienberichten bzw. Leserbriefen unkrititisch glauben schenken würde, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Schweiz tatsächlich ein regelrechtes Land der Raser ist.
Wenn man hingegen einmal nüchtern die Zahlen des Bundesamts für Statistik (www.bfs.admin.ch) anschaut, bekommt man ein objektiveres Bild.
Gemäss diesen Zahlen ereigneten sich im Jahr 2005 gerademal 373 Unfälle mit getöteten Personen. Dabei sind lediglich 409 Personen ums Leben gekommen. Abgesehen von Fussgängern, Fahrradfahrern etc. waren 178 Personenwagen und 92 Motorfahrräder bzw. Motorräder verwickelt. Interessant dabei ist, dass die Zahl der tödlich verunfallten Fussgänger seit einem umstrittenen Bundesgerichtsurteil, wonach Fussgänger auf einem Zebrastreifen immer den Vortritt haben, entgegen dem Trend weiter ansteigt. Das heisst insgesamt gibt es im Strassenverkehr immer weniger Verkehrstote, wobei die Zahl der getöteten Fussgänger zunimmt. Offenbar gibt es einige Fussgänger, die für ihr Vortrittsrecht sogar das Leben riskieren.
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug (gem. BfS) im Jahr 2005 insgesamt 7'459'000 Personen. 409 Personen machen nicht einmal einen kleinen Bruchteil eines Promilles (1 Promille wären 7’459) der Bevölkerung aus.
Angesichts dieser Zahlen überrascht es, dass die Medien ständig von Temposündern, Balkanrasern, Bleifussfahrern etc. berichten. Die tiefe Zahl von Strassenverkehrsopfern (bei einem Absturz eines Jumbojets würden auf einen Schlag mehr Menschen ums Leben kommen als im Schweizer Strassenverkehr im ganzen Jahr!) halte ich diese Medienhetzerei und die darauf folgenden Reaktionen gewisser Politiker für völlig übertrieben und den betriebenen Aufwand für ungerechtfertigt!
Kürzlich hat der ASTRA Direktor Dietiker plädiert, dass Automobilisten alle 10 Jahre einen Verkehrstest machen sollten. Dann gibt es Leute wie Roland Wiederkehr von Road Cross, welche sich dafür einsetzen, dass man Automobilisten im Falle eines Verkehrsregelverstosses härter bestraft als kriminelle Straftäter. Organisationen wie der VCS wiederum setzen sich dafür ein, dass es immer weniger Parkplätze und dafür mehr Politessen in städtischen Gebieten gibt. Überall werden Tempo 30ig Zonen eingerichtet. Wozu? Leidet unser Land nebst dem Versicherungswahn auch unter einem Sicherheitswahn??? Nulltoleranz um jeden Preis? Wollen wir wirklich unsere relative Freiheit einem goldenen Käfig opfern? Mir wäre mehr Eigenverantwortung und dafür weniger staatliche Vormundschaft lieber. Es wird immer Leute geben, die sich nicht ans Gesetz halten, doch deswegen muss man die Ausnahme noch lange nicht zur Regel machen.
Ich halte das ganze für eine typisch schweizerische Politposse und die daraus resultierende Hysterie als Folge der Medienhetzkampagnen gegen Balkanraser etc. Aus meiner Sicht geht es vielen Politikern gar nicht um die Verkehrssicherheit, denn da gäbe es weit bessere Massnahmen als die Ergriffenen. Die einen wollen aus umweltschutzpolitischen Gründen Autofahrern das Leben erschweren indem sie laufend für die Reduktion von Parkplätzen bei Warenhäusern, Möbelzentren, Fussballstadien etc. eintreten und die anderen wollen nur abzocken indem sie mehr Politessen (Parkplatzkontrolleure) einstellen und überall dort wo man Kasse machen kann Blitzkästen montieren.
Warum ist das so? Aus meiner Sicht ist dies das Resultat eines jahrelangen Autohasserlobbyismus. Man macht aus jeder Mücke einen Elefanten und tragische Einzelfälle werden von den Medien zur Regel erklärt. Wenn irgendwo ein Unfall passiert, dann wird das sofort an die grosse Glocke gehängt indem sämtliche Medien zig mal am Tag darüber berichten. Wenn man einzelnen Medienberichten bzw. Leserbriefen unkrititisch glauben schenken würde, könnte man den Eindruck gewinnen, dass die Schweiz tatsächlich ein regelrechtes Land der Raser ist.
Wenn man hingegen einmal nüchtern die Zahlen des Bundesamts für Statistik (www.bfs.admin.ch) anschaut, bekommt man ein objektiveres Bild.
Gemäss diesen Zahlen ereigneten sich im Jahr 2005 gerademal 373 Unfälle mit getöteten Personen. Dabei sind lediglich 409 Personen ums Leben gekommen. Abgesehen von Fussgängern, Fahrradfahrern etc. waren 178 Personenwagen und 92 Motorfahrräder bzw. Motorräder verwickelt. Interessant dabei ist, dass die Zahl der tödlich verunfallten Fussgänger seit einem umstrittenen Bundesgerichtsurteil, wonach Fussgänger auf einem Zebrastreifen immer den Vortritt haben, entgegen dem Trend weiter ansteigt. Das heisst insgesamt gibt es im Strassenverkehr immer weniger Verkehrstote, wobei die Zahl der getöteten Fussgänger zunimmt. Offenbar gibt es einige Fussgänger, die für ihr Vortrittsrecht sogar das Leben riskieren.
Die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz betrug (gem. BfS) im Jahr 2005 insgesamt 7'459'000 Personen. 409 Personen machen nicht einmal einen kleinen Bruchteil eines Promilles (1 Promille wären 7’459) der Bevölkerung aus.
Angesichts dieser Zahlen überrascht es, dass die Medien ständig von Temposündern, Balkanrasern, Bleifussfahrern etc. berichten. Die tiefe Zahl von Strassenverkehrsopfern (bei einem Absturz eines Jumbojets würden auf einen Schlag mehr Menschen ums Leben kommen als im Schweizer Strassenverkehr im ganzen Jahr!) halte ich diese Medienhetzerei und die darauf folgenden Reaktionen gewisser Politiker für völlig übertrieben und den betriebenen Aufwand für ungerechtfertigt!
Kürzlich hat der ASTRA Direktor Dietiker plädiert, dass Automobilisten alle 10 Jahre einen Verkehrstest machen sollten. Dann gibt es Leute wie Roland Wiederkehr von Road Cross, welche sich dafür einsetzen, dass man Automobilisten im Falle eines Verkehrsregelverstosses härter bestraft als kriminelle Straftäter. Organisationen wie der VCS wiederum setzen sich dafür ein, dass es immer weniger Parkplätze und dafür mehr Politessen in städtischen Gebieten gibt. Überall werden Tempo 30ig Zonen eingerichtet. Wozu? Leidet unser Land nebst dem Versicherungswahn auch unter einem Sicherheitswahn??? Nulltoleranz um jeden Preis? Wollen wir wirklich unsere relative Freiheit einem goldenen Käfig opfern? Mir wäre mehr Eigenverantwortung und dafür weniger staatliche Vormundschaft lieber. Es wird immer Leute geben, die sich nicht ans Gesetz halten, doch deswegen muss man die Ausnahme noch lange nicht zur Regel machen.
Ich halte das ganze für eine typisch schweizerische Politposse und die daraus resultierende Hysterie als Folge der Medienhetzkampagnen gegen Balkanraser etc. Aus meiner Sicht geht es vielen Politikern gar nicht um die Verkehrssicherheit, denn da gäbe es weit bessere Massnahmen als die Ergriffenen. Die einen wollen aus umweltschutzpolitischen Gründen Autofahrern das Leben erschweren indem sie laufend für die Reduktion von Parkplätzen bei Warenhäusern, Möbelzentren, Fussballstadien etc. eintreten und die anderen wollen nur abzocken indem sie mehr Politessen (Parkplatzkontrolleure) einstellen und überall dort wo man Kasse machen kann Blitzkästen montieren.
Kommentare
B. Palmer
2007-04-25 00:46:48
Ich hätte es nicht besser formulieren können!
2007-04-25 00:46:48
Ich hätte es nicht besser formulieren können!
D. Schneider
-
davidschneider [at] gmx.ch
2008-05-17 21:29:16
Sie haben erkannt, was da in der politischen Schweiz abgeht. Eine totale Hysterie. Mittlerweile heisst es ja, man sei ein Raser, wenn man in einer Tempo 30-Zone mit 40km/h gefahren ist...
Ich frage mich manchmal: Wie lange muss man den Autofahrern auf die Füsse treten, bis aus dem Hysteriewahn das 180 Grad-Gegenteil resultiert. Vermutlich wird es nicht mehr ewig dauern, das sieht man auch daran, dass sich bei kommunalen Abstimmungen z.B. zur Einführung von Tempo 30 die Niederlagen für die Initianten häufen. Trotzdem will nun der Bund mit seinem Programm "Via Sicura" durch das Hintertürchen flächendeckende Tempo 30-Zonen auf Quartierstrassen in allen Schweizer Gemeinden via Bundesgestz einführen (das nennt sich dann "Vereinheitlichung des Verkehrsregimes" im Fachjargon). Aber auch mit Road-Pricing geben Grüne, Grünliberale, SP und CVP Vollgas. Und bei all den horrenden Benzinpreisen kam BR Leuenberger auf keine bessere Idee, als den Benzinpreis um 50 Rappen pro Liter zu erhöhen - mittlerweile hat er das Vorhaben etwas verschoben, wegen des politischen Widerstandes.
In Sachen Parkplatzstreichung durch den VCS und den autofeindlichen Verein "Läbigi Stadt" tut sich jetzt hoffentlich bald etwas, denn die FDP hat eine Initiative zur Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts lanciert, welches der VCS stetig zur Verhinderung von Strassenbauten missbraucht,
2008-05-17 21:29:16
Sie haben erkannt, was da in der politischen Schweiz abgeht. Eine totale Hysterie. Mittlerweile heisst es ja, man sei ein Raser, wenn man in einer Tempo 30-Zone mit 40km/h gefahren ist...
Ich frage mich manchmal: Wie lange muss man den Autofahrern auf die Füsse treten, bis aus dem Hysteriewahn das 180 Grad-Gegenteil resultiert. Vermutlich wird es nicht mehr ewig dauern, das sieht man auch daran, dass sich bei kommunalen Abstimmungen z.B. zur Einführung von Tempo 30 die Niederlagen für die Initianten häufen. Trotzdem will nun der Bund mit seinem Programm "Via Sicura" durch das Hintertürchen flächendeckende Tempo 30-Zonen auf Quartierstrassen in allen Schweizer Gemeinden via Bundesgestz einführen (das nennt sich dann "Vereinheitlichung des Verkehrsregimes" im Fachjargon). Aber auch mit Road-Pricing geben Grüne, Grünliberale, SP und CVP Vollgas. Und bei all den horrenden Benzinpreisen kam BR Leuenberger auf keine bessere Idee, als den Benzinpreis um 50 Rappen pro Liter zu erhöhen - mittlerweile hat er das Vorhaben etwas verschoben, wegen des politischen Widerstandes.
In Sachen Parkplatzstreichung durch den VCS und den autofeindlichen Verein "Läbigi Stadt" tut sich jetzt hoffentlich bald etwas, denn die FDP hat eine Initiative zur Einschränkung des Verbandsbeschwerderechts lanciert, welches der VCS stetig zur Verhinderung von Strassenbauten missbraucht,
A. Fröhlich
-
a.froehlich [at] gmx.ch
2008-09-11 15:06:14
Guten Tag
Ich glaube, dass die Autoren, die solches schreiben nie an einer Unfallstelle Dienst leisten mussten - jeder Unfall ist einer zu viel. Und der sogeannte "Anti-Auto-Lobbying" ist nicht mehr als den Versuch, ein kleines Stück wenigstens, vom uns allen schadenden, verkehrten Verkehr wegzukommen.
2008-09-11 15:06:14
Guten Tag
Ich glaube, dass die Autoren, die solches schreiben nie an einer Unfallstelle Dienst leisten mussten - jeder Unfall ist einer zu viel. Und der sogeannte "Anti-Auto-Lobbying" ist nicht mehr als den Versuch, ein kleines Stück wenigstens, vom uns allen schadenden, verkehrten Verkehr wegzukommen.


