2007-03-31

Wann wird der Glaube zu einer Gefahr?

Von dailytalk @ 15:02 [ Religion/Glauben ]
Im Artikel 15 der Bundesverfassung ist folgendes festgehalten:
Link zur Bundesverfassung: http://www.admin.ch/ch/d/sr/1/101.de.pdf

Art. 15 Glaubens- und Gewissensfreiheit

1 Die Glaubens- und Gewissensfreiheit ist gewährleistet.
2 Jede Person hat das Recht, ihre Religion und ihre weltanschauliche Überzeugung
frei zu wählen und allein oder in Gemeinschaft mit anderen zu bekennen.
3 Jede Person hat das Recht, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder anzugehören
und religiösem Unterricht zu folgen.
4 Niemand darf gezwungen werden, einer Religionsgemeinschaft beizutreten oder
anzugehören, eine religiöse Handlung vorzunehmen oder religiösem Unterricht zu
folgen.
__________________________________________________________________________

Soweit so gut. Doch was, wenn dieser liberale und an sich gute Artikel von intoleranten Kräften missbraucht wird um unter dem Deckmantel der Religions- und Glaubensfreiheit zu Mord und Totschlag aufzurufen und Hass zu schüren?

Die folgenden Bilder stammen aus England und entstanden bei den Tumulten, welche wegen den Mohammed-Karikaturen ausgelöst wurden. Bei mir haben sie zu ernsthaftem Nachdenken angeregt.



Der Art. 16 der Bundesverfassung regelt die Meinungs- und Informationsfreiheit. Ich meinte, dass darin auch das Recht besteht, sich kritisch bzw. künstlerisch mit Personen und Religionen auseinanderzusetzen.

Art. 16 Meinungs- und Informationsfreiheit

1 Die Meinungs- und Informationsfreiheit ist gewährleistet.
2 Jede Person hat das Recht, ihre Meinung frei zu bilden und sie ungehindert zu äussern und zu verbreiten.
3 Jede Person hat das Recht, Informationen frei zu empfangen, aus allgemein
zugänglichen Quellen zu beschaffen und zu verbreiten.

Umso bedenklicher ist es, dass dann Kritiker wie der Filmemacher Theo Van Gogh, der wegen seinem Film Submission ermordet wurde, mit dem Leben bedroht werden. Ist das Glaubensfreiheit? Ist das Toleranz? Ist das Dialogbereitschaft?

__________________________________________________________________________

Das nachfolgende Bild zeigt die im Iran festgehaltene britische Soldatin. Obwohl sie Christin ist, hat man sie gezwungen ein Kopftuch zu tragen. Ist das Toleranz? Okay, das Bild ist im Iran entstanden. Doch religiöse Toleranz und Gastfreundschaft sollte eigentlich weltweit bestehen und nicht nur in der Schweiz.



Vor ein paar Monaten habe ich dem Islamwissenschaftler Dr. Reinhard Schulze von der Uni Bern eine Email mit Fragen über kritische Suren im Koran, welche das Christentum betreffen sowie über das Leben Mohammeds geschickt. Es war damals gerade eine öffentliche Debatte im Gange und Dr. Schulze trat diesbezüglich mehrmals in den Medien auf. Leider hat er mir nie geantwortet.

Hier der Brief:
Sehr geehrter Herr Dr. Schulze

Ich stelle mir aufgrund diverser, mit dem Islam in Zusammenhang gebrachten, Ereignisse wie div. Terroranschläge, Reaktionen auf die Mohammed-Karikaturen, Reaktionen auf das Papstzitat, die Selbstzensur an der Berliner Oper, Angst in Spanien bezüglich traditionellen Dorffesten, Drohung gegen Salman Rushdie, Mord an Filmemacher Theo van Gogh, Drohungen gegen den französischen Philosophen Robert Redeker etc. die Frage, wie tolerant der Islam wirklich ist. Ich höre von verschiedener Seite immer wieder, dass es DEN Islam so nicht gibt und dass man es mit verschiedenen Gruppen und Auslegungen des Korans, der Sunnah und der Scharia zu tun habe. Dennoch finden sich im Koran Suren und Verse, die meiner Ansicht nach fundamentalistische Auslegungen unterstützen. Ebenso in der Sunnah. Um mir ein Bild zu verschaffen habe ich entschieden mich mit dem Gründer des Islam, dem Propheten Mohammed und seinem Leben auseinanderzusetzen. Ich weiss, dass Mohammed zunächt aus Mekka fliehen musste und nach Medina ging. In welchem Kontext muss man die Überfälle auf die Karawanen der Mekkaner und die Kriege (Schlacht bei Badr etc.) sehen?

Wie muss man die folgenden Koranverse sehen? (Ich habe eine deutsche Koranfassung zuhause und zitiere aus dieser.) Koransure 5, Vers 18

Wahrlich, das sind Ungläubige, welche sagen: "Allah ist doch Christus, der Sohn Marias." Sage ihnen: "Wer könnte es Allah verwehren, wenn er Christus, den Sohn Marias, mit seiner Mutter, samt allen Erdbewohnern vertilgen wollte?"

Koransure 5, Vers 19
Die Juden und Christen sagen: "Wir sind die Kinder Allahs und einzig von ihm Geliebten." Sag ihnen: "Warum straft euch Allah denn eurer Sünden wegen? Nein ihr seid nur Menschen wie andere, die er erschuf."

Koransure 8, Vers 56
Die Ungläubigen, welche durchaus nicht glauben wollen, werden von Allah wie das ärgste Vieh betrachtet.

Koransure 9, Vers 30
Die Juden sagen: Esra ist Gottes Sohn; und die Christen sagen: Christus ist der Sohn Gottes. Sie sprechen das nur mit dem Mund und gedankenlos so, wie die Ungläubigen, welche vor ihnen lebten, zuvor geredet haben. Allah wird sie schon ihrer Lügen wegen strafen. Kann man diese Verse als Beleidigung der Christen und Juden auffassen? Koransure 9, Vers 111
Wahrlich, Allah hat das Leben und das Vermögen der Gläubigen dafür erkauft, dass sie das Paradies erlangen indem sie für die Religion Allahs kämpfen. Mögen sie nun töten oder getötet werden, so wird doch die Verheissung, welche in der Thora, im Evangelium und im Koran enthalten ist, ihnen in Erfüllung gehen. Und wer ist wohl in seiner Verheissung gewissenhafter als Allah? Freut euch daher eures Handels (Kaufes), den ihr gemacht habt; denn er bringt grosse Glückseligkeit.

Dieser Vers soll Mohammed Atta und seine Komplizen zum 9/11-Massaker motiviert haben. Koran Sure 4, Vers 35
Männer sollen vor Frauen bevorzugt werden, weil Allah auch die einen vor den anderen mit Vorzügen begabte und auch weil jene diese erhalten. Rechtschaffende Frauen sollen gehorsam, treu und verschwiegen sein, damit auch Allah sie beschütze. Denjenigen Frauen aber von denen ihr fürchtet, dass sie euch durch ihr Betragen erzürnen, gebt Verweise, enthaltet euch ihrer, sperrt sie in ihre Gemächer und züchtig sie. Man hört oft, dass Muslime den Menschen des Westens vorwerfen, dass sie ihre Frauen wie Huren behandeln würden, doch wie behandeln gewisse Muslime wie z.B. die Taliban ihre Frauen? (Manche sagen wie Tiere oder Sklavinnen) Berufen sich diese Muslime wie die z.B. Taliban auf diesen Koranvers 4,35, die Sunnah, die Scharia oder auf alle 3 Quellen zusammen? Wie muss ich solche Koranverse verstehen? Wenn immer wieder gesagt wird, dass der Islam die toleranteste aller monotheistischen Religionen sei, weshalb müssen sich dann Mohammed-Kritiker fürchten? Welcher Islam hat mehr Anhänger? Der Moderate oder der Radikale?
Ich wende mich mit diesen Fragen an Sie, weil mir sonst bisher keiner diese Fragen beantwortet hat und ich mir von Ihnen eine differenzierte Antwort erhoffe.

Diverse Fragen wurden immer nur mit ausreden beantwortet wie z.B. die Christen hätten auch Kreuzzüge veranstaltet und die Inquisition gehabt. Allerdings muss man doch sehen, dass die islamische Expansion im 7/8 Jht. nach Chr. stattfand und die Kreuzzüge erst zwischen 1096 bis ins Spätmittelalter. (wobei nach dem Fall von Konstantinopel im Jahr 1453 keine Kreuzzüge in den Orient mehr stattfanden). Als Anlass für die Kreuzzüge (Gründe gab es mehr) soll ja die Zerstörung der Grabeskirche in Jerusalem durch den Kalifen Al-Hakim im Jahre 1009 sowie eine Bitte des Byzantinischen Kaisers genommen worden sein. Klar dürfte die Katholische Kirche auch mit Ausweitung ihres Einflussbereichs in den Osten und innereuropäische Gründe Anlass gegeben haben). Im weiteren finden sich in der Bibel (Neues Testament, Evangelium) keine Verse, die Krieg oder Gewalt in irgendeiner Weise rechtfertigen würden.

Freundliche Grüsse

__________________________________________________________________________

Leben wir wirklich noch in einem sicheren Land? Ich meine wer hätte den 11/09/01 vorher eigentlich für möglich gehalten? Inzwischen sind ja im Internet bereits Drohungen gegen Deutschland und Oesterreich wegen ihrer Beteiligung am War against Terror in Afghanistan ausgesprochen worden. Und während dem Mohammed-Karikaturen-Streit wurden auch schon mal Schweizer Flaggen verbrannt, die man vermutlich für die Dänische Flagge hielt.


Mit Bodybuilding gegen Fettleibigkeit

Von dailytalk @ 10:32 [ Gesundheit/Fitness ]
Mit Bodybuilding kann man durch gezieltes Training einzelner Muskeln den Körper modelieren. Dabei wird angestrebt den Muskelanteil des Körpers zu erhöhen und gleichzeitig den Fettanteil zu senken. Um dies zu erreichen ist einerseit gezieltes und diszipliniertes Krafttraining und andererseits die Ernährung von Bedeutung.

Das Krafttraining:
Beim Krafttraining eines Bodybuilders liegt der Schwerpunkt mehr beim Modelieren des Körpers als beim Kraftzuwachs. So wird beim Bodybuilding meist mit 8-12 Wiederholungen pro Satz trainiert während beim reinen Krafttraing mit höheren Gewichten und dafür mit weniger Wiederholungen trainiert wird.

Bei der Ernährung wird darauf geachtet, dass man durch eine gezielte Aufbaudiät den Muskelzuwach fördern kann.

Die Zunahme der Übergewichtigen hat meiner Ansicht nach damit zu tun, dass sich viele Menschen heute einerseits falsch ernähren (zu fettreiche Kost, die falschen Fette) und andererseit sich zuwenig bewegen. Bodybuilding könnte dazu führen, dass die Leute bewusster und gezielter Essen, sich mehr bewegen und erst noch mehr auf ihr Äusseres achten. Letzteres allerdings im positiven Sinne. Sie hätten ein Ziel, dessen Umsetzung täglich im Spiegel sichtbar wäre und somit auch das Körpergefühl verbessern könnte. Man würde vom Passiven eine Wandlung ins Aktive machen...passive Fettmasse würde nach und nach durch aktive Muskelmasse ersetzt.

Also Leute, ran an den Speck! Bewegt euch mehr. Geht schwimmen, ins Fitnessstudio, Fahrradfahren, Rudern oder Joggen und last but not least esst bewusster.

Essen: Meiner Ansicht nachkann man ausser Gift und ungeniessbaren Dingen eigentlich alles essen. Die Menge ist entscheident. Je nach dem welches äussere Erscheinungsbild man anstrebt muss man mehr vom einten und weniger vom anderen essen und umgekehrt.

Image: Der Ruf des Bodybuilding hat wegen Doping-Skandalen etc. gelitten. Doch was muss uns das kümmern? Ich sage dazu immer jedem das Seine, mir das Meine. Schliesslich muss sich niemand dopen. Man kann Bodybuilding auch ohne Doping mit natürlichen Mitteln erreichen. Selbstverständlich sieht man dann nicht so aufgeblasen aus wie der gedopte Bodybuilder aber das macht ja auch nichts. Der natürliche Bodybuilder sieht nämlich (zumindest nach meinem Geschmack) besser aus. Anhand der folgenden beiden Bilder kann man sehen was ich meine...schlussendlich gilt, dass man alles übertreiben kann. Es kommt eben immer auf das Mass an.


2007-03-30

Wo der Colt noch locker sitzt....

Von dailytalk @ 10:15 [ Politik ]
In der Schweiz wird derzeit hitzig darüber diskutiert ob die persönliche Armeewaffe des Wehrmannes künftig im Zeughaus aufbewahrt werden soll oder weiterhin, der Tradition entsprechend zuhause beim Wehrmann.

Auf der Seite der Linken und GSoA stellt man den Sinn der Aufbewahrung zuhause gänzlich in Frage und unterstreicht dabei die Missbrauchsgefahr, welche bei solchen Waffen bestehen kann, wenn sie zuhause aufbewahrt werden. Dabei wird praktisch jede einzelne Amoktat bzw. Suizidvorfall, der mit einer Armeewaffe verübt wurde besonders hervorgehoben.

Auf der Seite der Rechten wird aufgezeigt, dass es aus Gründen der raschen Mobilmachung immer noch notwendig ist, dass das persönliche Armeematerial inklusive Armeewaffe zuhause beim Wehrmann aufbewahrt wird. Die dezentrale Aufbewahrung sei im asymmetrischen Terrorkampf der zentralen Aufbewahrung vorzuziehen. Bei zentraler Aufbewahrung hätten es Terroristen leichter ein ganzes Waffenarsenal zu stehlen oder zu zerstören. Sie müssten so nämlich nur ein Ziel, das Zeughaus ins Visier nehmen um rasch zu vielen Waffen zu kommen oder diese zu vernichten und nicht gleich bei allen Wehrmännern einbrechen. Dabei wird unter anderem ein spektakulärer Waffendiebstahl in Marly/VS wo in einer Kaserne 82 Sturmgewehre und ein paar Handfeuerwaffen inklusive Munition entwendet wurden, erwähnt.

Im weiteren sieht die Rechte in der heute geltenden Ordnung das Vertrauen des Staates in seine freien Bürger, die mehrheitlich eigenverantworlich handeln. Spätestens seit dem Rütlischwur haben Schweizer stets für Eigenbestimmung, Freiheit und das Recht Waffen tragen zu dürfen gekämpft. Das ist es auch, was uns von den meisten damaligen europäischen Untertanen unterscheidet. In Amerika wird das Waffenrecht übrigens auch im Zusammenhang mit Freiheitsrechten gesehen.

Und dann gibt es ja auch noch einen anderen Aspekt. Viele Straftaten werden nämlich auch mit privaten Feuerwaffen, die z.T. illegal erstanden wurden verübt. Das man nun ausgerechnet bei den Armeewaffen ansetzen will hat nach Ansicht vieler damit zu tun, das GsoA nahe Kreise auf diese Weise versuchen die Armee Stück für Stück abzuschaffen.

Was meint ihr dazu liebe Leser?

Schweizer Wehrmann